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Im Interview: Marco Knigge

In den nächsten Wochen bis zum Saisonstart stellen wir euch unsere Trainer vor. In einer ersten kleinen Serie starten wir mit den Trainern der U19, U17, U15 und U13, im Saisonverlauf folgen schließlich die Trainer der U18, U16, U14 und U12.

Zum zweiten Interview stellte sich Marco Knigge, Trainer der U17.

Warum bist du Trainer geworden?

MK: Schon als Kind habe ich sehr gerne Fußball gespielt. Zum Ende meiner aktiven Zeit kam die Frage „Wir brauchen einen D-Jugend Trainer. Wer übernimmt?“. Ich habe übernommen, um Kinder/Jugendliche für die schönste Nebensache der Welt, dem Fußball zu begeistern. Ich wollte den Jungs ein Wir-Gefühl vermitteln, sowie das Selbstvertrauen des Einzelnen und den Teamgedanken stärken. Aber das erreicht man nur, wenn die Jungs auch Spaß bei ihrem Hobby haben.

Was macht dir am Trainerjob besonders Spaß?

MK: Es macht mir besonders viel Spaß, mit engagierten und lernfreudigen Spielern zu arbeiten, die Entwicklung der einzelnen Spieler und der Mannschaft mitzugestalten. Toll ist natürlich, wenn man als Trainer mit der Zeit Fortschritte in allen fußballerischen Belangen beobachten kann.

Wie würdest du dich selbst als Trainer beschreiben?

MK: Hm, das ist natürlich nicht so einfach, sich selbst zu beschreiben. Ich versuche immer, akribisch zu arbeiten in der Gegner- und Spielanalyse, sowie was die Trainingsplanung angeht. Einen guten Matchplan für das nächste Spiel/den nächsten Gegner zu haben ist mir wichtig. Ich bin zudem ein sehr emotionaler Trainertyp, wobei ich wohl mit den Jahren etwas ruhiger an der Linie geworden bin. Aber wenn es dazu kommen sollte, dass ich keine Emotionen mehr als Fußballtrainer empfinde, dann bleibe ich am Wochenende zu Hause auf dem Sofa und schaue mir zum krönenden Abschluss am Sonntagabend die Lindenstraße an. Fußball ist Emotion pur und dieser Funke soll auch auf meine Spieler überspringen.

Wie war dein bisheriger Werdegang als Spieler und als Trainer?

MK: Ich habe mit ca. fünf Jahren das Fußballspielen beim Bünder SV 08/09 begonnen. Wir hatten dort immer einen sehr starken Jahrgang. Im Jugendbereich durchlief ich zahlreiche Auswahlmannschaften. Kreisauswahl und Westfalenauswahl habe ich gespielt, auch einige Einladungen für die DFB-Auswahl habe ich erhalten.
Trainer bin ich seit dem Sommer2007, anfangs verantwortlich für die D-Junioren des TuS Hunnebrock, später dort auch für die A-Junioren. Ende Oktober 2010 bekam ich die Möglichkeit, die U15 vom SV Rödinghausen zu übernehmen. Beim SVR war ich bis zur Winterpause 2014/15. Von dort aus ging ich zur U19 vom Bünder SV. Im Januar 2017 wechselte ich zur SV Eidinghausen-Werste, wo ich eineinhalb Jahre die U15 in der Landesliga coachte. Letzte Saison habe ich die U19 der SVEW trainiert. Nun freue ich mich auf meine neue Aufgabe mit der U17 vom neu gegründeten JFV Lohe-Bad Oeynhausen. Insgesamt ein sehr spannendes Projekt, welches mich sehr gereizt hat und auf das ich richtig Bock habe.

Was war dein bisher größter Erfolg/Misserfolg?

MK: Ich hatte viele schöne Momente. Gewonnene Meisterschaften, Aufstiege oder Pokalsiege. Da kann ich nicht einen als größten Erfolg hervorheben. Besonders frisch habe ich natürlich noch die letzte Saison mit der SVEW U19 im Kopf. Wir haben das Triple mit Pokalsieg, Meisterschaft und Aufstieg geschafft, sowie im Westfalenpokal die 3. Runde erreicht. Dort sind wir gegen den späteren Sieger VfL Bochum ausgeschieden.
Beim größten Misserfolg muss ich nicht so lange überlegen. Das war in der Saison 2011/12 mit der U15 vom SV Rödinghausen auf der Lohe. Nach mit einer Saison mit ausschließlich Siegen haben wir in der Aufstiegsrunde am 30.06.2012 unser allerletztes Spiel auswärts beim TuS Lohe unglücklich mit 0:1 verloren und sind nicht aufgestiegen. Ein Unentschieden hätte damals gereicht, das war echt bitter!

Worauf legst du als Trainer besonderen Wert?

MK: Ehrlichkeit! Ich versuche, stets ehrlich zu meinen Spielern zu sein, erwarte das jedoch auch von diesen. Ich möchte allen Spielern auch am Ende der Saison noch in die Augen schauen können. Spaß ist mir sehr wichtig, allerdings erwarte ich während der Trainingseinheiten/Spiele die notwendige Konzentration und Leistungsbereitschaft.

Mit welchem Saisonziel gehst du in die neue Serie?

MK: Wir möchten schon möglichst weit oben in der Bezirksliga mitspielen, was ich aber nicht an einem genauen Tabellenplatz festmachen kann/möchte. Als meine Hauptaufgabe sehe ich als Fußballtrainer einer Jugendmannschaft, dass sich die Mannschaft unter meiner Leitung fußballerisch stets positiv entwickelt, ich an den Schwächen der Einzelspieler arbeite und deren Stärken fördere.

Welche Worte möchtest du deiner Mannschaft an dieser Stelle mit auf den Weg geben?

MK: Ich wünsche mir, dass wir als Trainer und Mannschaft möglichst schnell zusammenfinden. Dass die Jungs schnell verstehen, wie ich ticke. Mit allem was ich mache, möchte ich meinen Spielern helfen, besser zu werden. Auf und neben dem Platz müssen wir eine verschworene Einheit sein, dann werden wir zusammen viel Spaß und sicherlich auch Erfolg haben.